Als Elmenreich sich anschickte zu gehen, erhob sich auch der Graf.
Er hat die ganze Zeit bei Tisch noch aufmerksamer als sonst jede Bewegung Elmenreichs belauert. In seinem blassen Gesicht, in dem die feingeschnittenen Nasenflügel so nervös über dem kleinen, eigensinnigen Mund beben, zuckt es von verhaltener Leidenschaft.
Aber Elmenreich übersieht ihn geflissentlich wie immer. Er unterhält sich mit Pipin in der besten Laune von der Welt und voll Wohlwollen, ganz menschlich sogar, fragt ihn, wie lange sein Vater schon tot sei, ob er noch einen Vormund habe, wo seine Mutter und Schwester den Sommer verbrächten – lauter Dinge, um die er sich sonst nicht im Entferntesten kümmert. Es scheint fast, daß er ihm ein ganz persönliches Zeichen seiner Gewogenheit geben will, nachdem er seinen »geistigen Ehrgeiz« schnöde abgeführt hat.
Entschlossen stellte sich der Graf ihm in den Weg. Er machte unverkennbar eine ungeheure Willensanstrengung; die Worte sprangen stoßweise über seine Lippen. »Ich habe eine Antwort zu geben – wird es mir gestattet, eine Strecke zu begleiten –?«
Elmenreich blieb stehen und trat einen Schritt zurück.
Sehr höflich:
»Eine Antwort? Ich bin mir nicht bewußt, eine Frage gestellt zu haben.«
»Ich möchte – ich möchte dennoch – ich habe nur einige Worte –«