»Ich danke Ihnen! Ich bin glücklich über Ihre Güte. Tonuelo, ich habe nie aufgehört, zu hoffen –«
Elmenreich schüttelt die Hände des Grafen ab, wie man ein Insekt abschüttelt, ungeduldig, mit Widerwillen.
»Ich heiße Anton«, sagt er, rot vor Zorn und in einem gereizten Ton, der in gar keinem Verhältnis zu dem geringfügigen Anlaß steht. »Lassen Sie mir meinen rechtschaffenen, gewöhnlichen Namen; ich wohne nicht auf dem Berg Alvernia.«
Er dreht ihm schroff den Rücken. Stumm verbeugt sich der Graf; seine Gestalt fällt in sich zusammen wie zerbrochen.
Diese Pedanterie mit dem Namen erschien mir kleinlich; und etwas wie Auflehnung wider Elmenreichs Hochmut verleitete mich, als der Graf sich mit Pipin entfernt hatte, eine Bemerkung über das Peinliche dieses Auftrittes zu machen.
»Wie?« antwortete Elmenreich mit einigem Erstaunen; »Sie finden meine Art und Weise peinlich? Und die Art und Weise des Grafen, die ist Ihnen nicht peinlich?«
»Der Graf benimmt sich wie ein Mensch, der Versöhnung sucht – dabei ist nichts Peinliches, das ist eher rührend. Sie aber demütigen ihn vor anderen – und das ist es, was ich peinlich finde.«
»Und sonst fällt Ihnen in der That nichts auf?«
»Es fällt mir auf, daß er voll Wärme und Liebe für Sie ist, daß er zu leiden scheint, während Sie ihm nur Gleichgültigkeit und Abneigung bezeigen.«
»Nun, und glauben Sie nicht, daß wir da beide unsere Gründe haben, er für seine Wärme und Liebe, ich für meine Gleichgültigkeit und Abneigung –?«