Die Wellen gehen und kommen auf dem Meere, und niemand weiß, woher sie kommen und wohin sie gehen.

Und der Himmel hing über dem Meere in tiefen Wolken, und der Sturm trieb die Wolken vor sich her; aber es fiel kein Lichtstrahl durch die Wolken.

Dämmerung lag auf der Welt und das Brausen des Sturmes scholl über die Gewässer.

Und ich sahe einen Kahn, darinnen stand aufrecht ein Mensch, der streckte aus seine Arme gen Himmel.

Nackend und bloß, wie er aus seiner Mutter Leibe gegangen war, stand er; das Steuer hatte er weggelegt und die Segel ließ er flattern mit dem Winde, und streckte seine Arme aus gen Himmel.

Und schrie zu Gott in dem Brausen des Sturmes. Aber der Sturm verschlang seine Stimme, daß sie nicht gehört ward unter den Menschen.

Herr, Herr wo bist du? Warum hast du dein Angesicht verhüllt vor denen, die dich suchen?

Warum lässest du uns in der Irre gehen und führest uns nicht aus dem Dunkel?

Dein Tempel ist zerfallen, und die Stätten deiner Verehrung hat die Wüste verschlungen. Der Sand weht über sie hin und begräbt sie.

Herr, Herr, wo bist du? Teile die Wolken, du Herr des Sturmes, und laß mich sehen die Himmel, deiner Hände Werk und die Sterne, die du bereitest.