So sah es der König jeden Morgen und jeden Abend und freute sich daran. Er schlief vergnügt ein und erwachte frohen Herzens, denn sein kleiner Lebensretter schwebte über ihm.
Für Hilde bestellte er bei einem berühmten Künstler eine schöne, große Engelspuppe mit goldenen Flügeln. Die trug unsichtbar innerlich eine Maschine. Wenn man sie mit einem Uhrschlüssel aufzog, flog sie ganz richtig im Zimmer umher – und tut es vielleicht heute noch, wenn sie nicht unterdessen längst »kaputgegangen« ist.
Als dann der König alt und krank wurde und immer im Bett liegen mußte, war sein einziger Trost das Puppenenglein, das über seinem Bette in blauen Wolken schwebte. Ihm lächelte er zu – und das Englein lächelte wieder. Sie verstanden sich sehr gut. »Wir gehören für immer zusammen!« das wollte das Lächeln sagen.
In seiner Todesstunde, als der alte König vor Schwäche kaum noch reden konnte, sprach er: »Mein – Englein – gebt – mir – mit – wenn – ich – sterbe!«
Und so geschah es. –
Auf diese Weise ist klein Rosas Puppe zugleich mit dem König in den Himmel gekommen.