„Denken tu i nix.“

„Ja, wie fallt dir denn nachher was ein?“

„Wie mir was einfallt? Mir scheint, am meisten fallt mir alleweil ein, wenn i meine großen Zehen betracht’!“ sagte der heilige Stultissimus und stellte seine Zehen in die Luft.

„Aha!“ meinte der heilige Bürokrazius. „Dann ist dir dein Verstand in die Zehen abig’rutscht. Mir ist er weiter oben steckengeblieben. Auf die Weis’ passen wir zwei ja ganz prächtig zusammen. Der heilige Bürokrazius und der heilige Stultissimus, das ist doch ein wundersames Paar. Da werden die Leut’ aber schauen!“

„Meinst?“ sagte der heilige Stultissimus.

Nachdem sie längere Zeit im beschaulichen Stillschweigen nebeneinander gesessen hatten, hub der heilige Bürokrazius wieder an: „Eigentlich solltest du aber doch eine Stellung haben!“

„Ah was! Stellung!“ machte der heilige Stultissimus verächtlich. „Da bin i mir zu wenig dumm dazu.“

„Die nötige Dummheit kommt mit der Stellung!“ belehrte ihn der heilige Bürokrazius.

„Das sieht man bei dir!“ sagte der heilige Stultissimus gutmütig.

„Na also!“ munterte ihn der heilige Bürokrazius auf. „Wie wär’s denn, wenn du bei mir Stallknecht würdest. Für den Amtsschimmel da. Der ist das dümmste Roß auf Erden. Ich bin das größte Rindviech. Und du bist der größte Steinesel. Da sind wir eine herrliche Menagerie und können der ganzen Welt einen Zirkus abgeben, daß sie damisch wird vor lauter Begeisterung. Heiliger Stallknecht Stultissimus, schlag’ ein!“