„Sie ... Herr Patscheider ...“ Sophie war jetzt ganz nahe an ihn herangetreten, „Sie wissen ganz genau ... was für einen Einfluß Sie haben ...“

„Da soll doch der Herr Gemahl seinen Einfluß ...“

„Damit Sie alles wieder hintertreiben. Ja!“ sagte Sophie erregt. „Wie Sie’s immer gemacht haben. Heimtückisch und ...“

„Und ... Frau Sophie?“ fragte der Patscheider und legte zärtlich seinen Arm um ihren Hals. Sie gefiel ihm in ihrer Aufregung noch viel besser als sonst.

„Lassen’s mich aus!“ wehrte ihm Sophie mit unverhohlenem Abscheu. „Reden’s anständig mit mir!“

„Ja ... Frau Sophie. Gern!“ sagte der Kaufmann leise. „Aber zuerst setzen’s Ihnen da neben mir her. Da ... ganz nahe!“

Er deutete mit seinem dicken, wulstigen Zeigefinger auf ein Sofa, das an der Wand stand, und setzte sich dann selber in recht gemütlicher und ungenierter Weise darauf.

„Wollen’s Ihnen nit niedersetzen, Frau Sophie?“ meinte Johannes Patscheider über eine Weile, als Sophie noch immer zögerte.

„Nein!“ sagte Sophie abweisend.

„Nit?“ Der Kaufmann zog bedauernd seine Brauen hoch. „Das tut mir aber leid, weil wir sonst noch ein bissele miteinander unterhandeln hätten können.“