„Das können wir so auch!“ stieß Sophie atemlos vor innerer Erregung hervor.

„Nein, das können wir nit!“ erklärte der Patscheider bestimmt.

Er saß auf dem Sofa, und mit beiden Händen stützte er sich auf den weichen Polstersitz. Mit lauernden Blicken sah er auf Sophie, sah ihre zitternde Erregung und sah den inneren Kampf, der sich in ihrem Gesicht widerspiegelte. Aber er hatte kein Mitleid mit ihr. Er weidete sich an ihrer Angst. Und dieses Gefühl steigerte seine Begierde nach ihr. Warum sollte er sie nicht besitzen? War der Preis, den er ihr bot, nicht hoch genug für eine Nacht? Eine Nacht nur ... aber die wollte er genießen.

„Wir hätten sonst vielleicht davon reden können ... daß ich als Gründer ... mit einem Kapital von Fünfzigtausend ...“ fuhr der Kaufmann langsam fort.

„Wollten Sie das ... Herr Patscheider?“ brachte Sophie aufgeregt hervor.

„Es ist möglich ...“ erwiderte der Patscheider mit ruhiger, langsamer Stimme. „Wenn nämlich gewisse Vorbedingungen erfüllt werden.“ Er sah sie frech und herausfordernd an.

„Und ...“ stieß Sophie keuchend hervor, „die sind?“

„Wollen Sie Ihnen nit doch jetzt ein bissel da neben mir hersetzen ... Sophie?“ fragte er über eine Weile.

Die beiden hatten sich wie ebenbürtige Gegner mit ihren Blicken gemessen. Sie verstanden einander ohne Rede.

„Nun ... wird’s bald?“ fragte der Patscheider dann nach einer großen Pause, während der sich Sophie nicht von ihrem Platz gerührt hatte ... „Oder soll ich die schöne Frau zu mir herholen?“