„Was hast du mit dem Patscheider g’habt?“ frug er mit fester, gebieterischer Stimme.

„Der Patscheider ...“ Sophie hielt sich den Arm vor die Stirn wie ein Kind, das Züchtigung fürchtet, und sah flehend zu dem Gatten auf.

„Red’ ... Weib? Was ist?“ fuhr sie der Rechtsanwalt an. Nur mit dem Aufgebot seiner ganzen Kraft konnte er noch an sich halten.

„Ich ... ich versteh’ ... dich nit!“ stotterte Sophie angsterfüllt. „Ich ... ich ...“

„Also war’s etwas ... red’?“

Der Zweifel, der in dieser Frage lag, gab Sophie einen Schimmer von Hoffnung. Er wußte es also nicht bestimmt. Da konnte sie leugnen. Mußte lügen ... um seinetwillen und um ihretwillen.

„Wie du mich erschreckt hast ... Valentin ...“ sagte sie jetzt leise. Es lag ein fast kindlich weicher, rührender Ton in ihrer Stimme. „So mitten in der Nacht ... und aus dem Schlaf heraus ... Und so grob bist mit mir, Valentin!“ klagte sie leise und legte sich wieder in ihre Kissen zurück. Ein krampfhaftes Zucken bebte um ihre Lippen.

„Du sollst mir antworten!“ sagte Valentin Rapp fest. Er war jetzt doch unwillkürlich milder geworden in seinem Ton.

„Manndi ...“ Sophie tastete mit leicht zitternden Händen nach der Hand des Gatten. „Wie kannst du mich nur so etwas Dummes fragen!“ sprach sie mit sanftem Vorwurf.

„Der Patscheider ...“