Anheim hielt sich für verpflichtet, einzuschreiten.

„Hellwig, das geht zu weit!“ mahnte er. Und Mark sekundierte: „Wir sind keine Lausbuben!“

Der Obmann fuhr fort: „Auf eine Anschuldigung, die sehr unwahrscheinlich klingt, — ich sage nichts gegen Herrn Doktor Kolben, er kann falsch berichtet worden sein, — auf eine vage Anschuldigung hin willst du den Stab über einen verdienten Genossen brechen? Audiatur et altera pars! Sei gerecht!“

Und Mark sekundierte: „Wo sind die Beweise?“

Da schäumte Fritz auf.

„Der das gesagt hat,“ rief er leidenschaftlich, „der wiegt mir hundert Zeugen auf!“

Nun erhob sich der Obmann, räusperte sich und sprach, als redete er in einer Volksversammlung. „Ich muß,“ sprach er, „mich im Namen der gesamten Partei, die zu führen ich die Ehre habe, auf das nachdrücklichste gegen ein solches Vorgehen verwahren. Wer bist du denn, Hellwig, daß du glaubst, mit uns wie mit Schuljungen umspringen zu können? Jedenfalls steht hier, wie ich schon betont habe, Behauptung gegen Behauptung und erst die einzuleitende strenge Untersuchung wird ergeben, auf wessen Seite das Recht ist!“

„Beweise! Wo sind die Beweise!“ rief Mark.

„Herr Mark!“ sagte Kolben. „Wir sind nicht taub. Wozu beweisen, was schon längst nicht nur mir allein bekannt ist. Ihr wißt es ja alle recht gut und freut euch darüber, daß Leibinger für euch die Arbeit tut. Ihr wollt den Hellwig los sein. Er ist euch zu groß geworden, drum soll er ganz klein werden! So oder so!“

Fritz stand ganz dicht vor den drei Männern.