„Millionen raffen die zwei da oben zusammen! Jeder Tropfen Schweiß, den ihr vergießt, wird für sie zum Goldstück! Dann werfen sie euch ein paar Knochen hin: Da hast, Hund, friß dich satt!“
Und wie grollende Meeresbrandung tönte die Antwort zurück:
„Wir sind keine Hunde!“
„Nein, ihr seid keine Hunde! Es ist euer Recht, zu fordern, was sie euch als Almosen vor die Füße schmeißen! Ihr müßt die Herren sein, denn euere Muskeln stoßen die Welt vorwärts!“ rief Karus.
Sein heißer Atem wehte über sie weg, schlug ihnen wie Glutwind ins Gesicht, ergriff und riß sie mit wie der Sturm die Bäume.
„Nieder mit den Unterdrückern! Nieder! Nieder!“
Das grollte und gellte auf, hob sich wie eine gewaltige Woge hoch empor, wieder, wieder und immer wieder und wollte nicht schweigen.
Schlag auf Schlag kam das alles und ließ niemandem Zeit zur Überlegung. Hellwig stand mit totenblassem Gesicht und stützte sich schwer auf Reinholt. Als ob ihn das gar nichts anginge, blickte er in das Toben und fühlte nur einen harten Druck, der stärker und stärker sein Herz zusammenpreßte. Reinholt aber wollte ein letztes Mittel versuchen.
„Leute!“ rief er. „Kommt zur Besinnung, Leute! Fünf Kompagnien Soldaten sind im Dorf!“
Karus griff das Wort auf: