Dreihundert Schritte davon wartete sein Pferd und schnaubte ihn unruhig an, weil er fremd roch. Er nahm es am Halfter und führte es, immer neu horchend und innehaltend, an die Straße, die gegen den Rhein zuführt. Einmal wäre er beinahe umgekehrt, um, ungeduldig, nochmals nach dem Rechten zu sehen. Da aber geschah ein Lichtblitz im einsamen Häuslein des Faust und ein mächtiger Knall folgte. Jetzt war er ganz zufrieden.

Mochten sie es im Städtle gehört haben. Man sah es dem Zerrissenen jetzt nimmer sehr gut an, wer ihn so greulich mißhandelt hatte. Es war sehr gut, daß er sein lebelang den Teufel „Herr Schwager“ genannt.

Das kam ihm so unwiderstehlich vor, daß er für den Leibhaftigen gehalten werden sollte von den Spießern, daß er Lachkrämpfe kriegte.

„Hahahahahahaha,“ gellte es durch die Nachtstille, bis er sich endlich wieder zuwegekriegte und seinem Roß ein paar Sporne gab.

Denn jetzt fingen die Neujahrschoräle an von dem Pfarrkirchturm gar erbaulich auf die liebe Christenheit herunterzublasen. Er machte, daß er außer Hörweite kam.

Weidlich tutete ihm die Bürgerfrömmigkeit nach, so daß es ihn beinahe zu ärgern begann. Dann aber wurden die Töne schwächer; noch ein Akkord, dann war es aus und die Uhren schlugen die erste Viertelstunde des neuen Jahres.

Die ganze Nacht ritt er und dachte, um es sich hübscher zu machen, immerfort daran, daß er sich mit dem Gelde Wein, und Pluderhosen zu seinen etwas wenig gelungenen Beinen kaufen konnte. Und vor allem, was für Dirnen! Feurige Dirnen!

Mit heiserer Stimme sang er:

„Gott, bescher’ uns Pferd und Rinder,
Schöne Weib und noch mehr Kinder!“

Er konnte jetzt welche ausstreuen; da und dort, wo er es zahlen wollte; — um dann weiterzuziehen!