Im Exil zu Köln verbrachte sie sehnsuchtsvolle Jahre. Sie konnte den kleinen, rohen Naboulione seit seiner Schandtat nicht mehr vergessen. Als dann der kleine Leutnant bei Lodi und Novi, bei den Pyramiden und bei Marengo zum großen General wurde und die Welt auch am Konsul Bonaparte noch immer nicht genug erlebt hatte, als er, der Kaiser, seinen drolligen Taufnamen wieder hervorsuchte, nur daß er ihn jetzt in besserem Französisch zu nennen wußte, da weinte die unglückliche, einsame Frau vor leidenschaftlicher Liebe nach ihm, dem sie nie mehr wieder nahetreten sollte.
„Ach,“ klagte sie. „Ich hatte die ganze Geschichte des Rokoko und der Revolution in Gestalt von Freunden durchgeliebt und sie gaben sich in allen Nüancen dieser wechselreichen Zeit; aber mißhandelt hat mich keiner.
Er aber, er hat Völker, Könige, Ideen, Religionen, Philosophien und Gelehrte geschlagen. Alle mit anderen Mitteln, mich aber, allein von allen, durch den Schwung seiner zornigen Hand. Mir bestätigte er seine Eigenart am persönlichsten.
Und nun ist er Kaiser; er heiratet diese Marie Louise und ich hätte ihn so gut verstanden.
Schade! O schade!“
[1] Er war also auch der Erfinder der Sandwiches. Anm. d. Herausgebers.