Wie der Wind flog sie zurück. Wütend rannte der Junge hinter ihr drein. Sie erwischte Moritz Lachner beim Ärmel und zerrte den schwerfälligen Freund zwischen sich und dem Verfolger hin und her. »Nimm mich auf!« keuchte sie. Da beugte er sich nieder und nahm sie Huckepack. »Drauf, drauf!« triumphierte sie von ihrem hohen Sitz, und Moritz Lachner vergaß seine Untersekundanerwürde und stürzte sich wie ein Kriegselefant, der eine Amazonenkönigin trägt, auf den Feind.
Nun hatte sie dem Gegner die Mütze vom Kopf gerissen und warf sie, aufjauchzend, mitten auf den Straßendamm.
Da machte sich der Barhäuptige an Lachner, der seine Hände, die der Reiterin als Steigbügel dienten, nicht freibekommen konnte, und bearbeitete mit den Stiefelspitzen die Schienbeine des Gegners.
Moritz Lachner kniff die Lippen zusammen und gab keinen Laut.
Blitzschnell bog sich das Mädchen herab und griff mit beiden Händen in das weiche, schwarze Haar des Angreifers.
»Au, au! Carmen! Loslassen!«
»Werd’ ich deine Frau? Ja oder nein!«
»Loslassen! Maria Joseph!«
»Werd’ ich deine Frau?«
»Ja! Jawohl!« —