»Bis dahin fließt noch viel Wasser den Rhein herunter. Die Gülichs sind eine zähe Sorte. Dein Bruder wird es noch ein paar Jährchen mittun. Und bis dahin liegst du hier an der Kette und bellst die Einbrecher an.«
»Ich wollt’ Sie bloß drop opmerksam mache. So wat kütt öwer Nacht.«
»Und da möchtest du mich jetzt gelinde an die Kette legen?«
»Dat sinn nit minge Sache. Wer en Hus hät, der moß wisse, wat hä zu donn hät.«
»Warten wir’s ab,« sagte Otten und erhob sich. »Fünf Uhr vorbei. Ich möcht’ mir ein Bett suchen.«
»Soll ich Sie bei der Frau anmelde? Domet sie nit erschreckt?«
»Ich geh’ ins Hotel. Vor Mittag komm’ ich wieder. Ich weiß ja jetzt, daß alles — wohlauf ist.«
»Ihr wißt dat. Äwwer die Frau weiß dat nit von Euch.«
Joseph Otten nahm seinen Mantel über und drückte den Hut in die Stirn. »Ich komm’ bei Tageslicht, Klaus. Wenn die Sonne scheint, haben alle Dinge ein fröhlicher Gesicht.«
»Dat kütt bei der Frau nit in Anrechnung. Die Frau hat en Rähcht darop, dat mer sie nit warte läßt. Nit en einzig Minut. Ich gonn se wecke.«