Das Mädchen fuhr zusammen. Einen Moment nur. Dann reckte es sich in den Schultern und winkte dem Vater zu.

»Da bist du ja, Vater!«

»Bitte näherzutreten. Herr Terbroich darf sich anschließen. So, so ... Guten Tag. Wie ich aus deinem Anruf entnehme, habt ihr mich ganz gewiß gesucht?«

»Laurenz traf mich, als ich aus der Schule kam. Er war gerade zur Post gewesen. Und am Hafen —«

»Liegt der auf dem Nachhauseweg?«

»Nein, aber am Hafen trafen wir doch den alten Klaus, der uns sagte, du wärst mit Moritz spazieren.«

»Eiserne Logik. Sei’s drum. Und nun drängte euch euer kindliches Empfinden, dem Klaus den Nachen abzubetteln und auf gut Glück hierher zu rudern, weil ihr mich in der Einöde am ehesten vermutetet.«

»Jawohl, Herr Doktor.«

»Herr Terbroich,« meinte Otten ironisch, »ich hätte an Ihrer Stelle einen besseren Zeitpunkt zur Antwort abgewartet. Schön lügen ist eine Kunst. Ich lass’ sie gelten. Aber plump lügen ist eine Beleidigung.«

»Laurenz lügt nie, Vater.«