»Hast du Vorschläge zu machen? Ich höre.«

»Mein Vater würde sich sehr freuen, Herr Doktor, wenn Sie — meines Examens wegen —« Er stockte.

»Ein Glas Wein bei euch? Abgemacht. Du hast es verdient.«

»Und Laurenz?« fragte das Mädchen schnell.

»Ich verzichte auf die Simon Lachnersche Gastfreundschaft,« warf der junge Kaufmann hochmütig hin.

Joseph Otten runzelte die Brauen. Aber er ging über die Ungezogenheit hinweg. »Der junge Herr Terbroich,« meinte er gelassen, »kann leider an unserem festlichen Symposion nicht teilnehmen, da er sich des ehrenvollen Auftrags zu entledigen hat, den Nachen zurückzubringen. Da er nur einer schönen Regung folgte, als er der Tochter den Vater suchen half, so wollen wir seine Uneigennützigkeit einen ganzen Sieg erstreiten lassen. Adieu, Herr Terbroich.«

»Lauf,« rief Carmen und gab ihm einen lustigen Schlag, »du hast dich blamiert.« Ohne weiteres hängte sie sich in des Vaters Arm. »Nehmen wir am Severinstor eine Droschke?«

»Ich werde einen Einzug unter Trompetengeschmetter mit dir veranstalten. Wünschest du nicht auch noch eine öffentliche Belobigung?«

Carmen hängte sich fester in seinen Arm, hielt mit ihm Schritt und summte vor sich hin. Otten betrachtete sie verstohlen. Und am Severinstor winkte er einer offenen Droschke. »Obenmarspforten. Lachner.«

»Zum Jud Simon, ich verstonn, Här.«