Er nickte Terbroich zu, und die beiden Herren blieben eine Viertelstunde allein. Kurz darauf betrat Otten den Bahnhof, löste ein Retourbillett Köln-Godesberg und fuhr heimwärts. Als er eine Stunde später den Kölner Bahnhof verließ, beherrschte ihn nur noch der eine Gedanke: Haltung! Nicht weich werden. Jetzt ist Marias Ruhe das wichtigste.
Er stieg die Treppe zu seiner Wohnung hinauf, zwang sich zu einem strahlenden Gesicht und klingelte am Vorplatzgitter. Frau Maria öffnete selbst.
»Da bin ich!« rief Otten und zog sie schnell in die Arme.
»Wandervogel — Wandervogel — —!«
Er hielt ihren Kopf so lange gegen seine Brust gepreßt, bis er seiner Bewegung Herr geworden war. »Da bin ich, Maria— —«
»Bleibst du jetzt? So komm doch endlich herein, daß ich dich betrachten kann. Seit ich dich in Godesberg weiß, geh’ ich keinen Tag mehr aus, aus Angst, ich könnte dich verpassen. Hab’ ich nicht recht gehabt? Du kommst und bist da. Gott sei Dank, daß du es bist.«
»Hast du dich um mich gesorgt?« fragte er und streichelte ihr Haar. Nun saßen sie im kleinen Zimmer, und sie haschte nach seinen Händen und hielt sie fest.
»Erst laß dich anschauen. Fühlst du dich nicht wohl? Es ist so unruhig in deinen Augen.«
»Diese unglaubliche Hitze. Der Umschlag war nach Rußland etwas stark. Hast du ein Glas Wasser?«
»Warte. Ich mache schnell eine Zitronenlimonade zurecht. Die kühlt am besten.«