»Wenn sie verheiratet sein wird, wird der Glanz seine Anziehungskraft verlieren, und sie wird sich auf ihre tiefen und starken Fraueneigenschaften besinnen. Sie besitzt sie mehr, als sie jetzt ahnt.«

»Sind — sind die beiden denn verlobt, Frau Doktor?«

»Ja — Sie fragen mich da etwas, was Sie doch selber wissen müßten.«

»Ich meine, Frau Doktor, ob Laurenz Terbroich schon mit Ihnen gesprochen hat.«

»Nein. Das nicht. Aber —« Frau Marias Blick wurde groß. »Moritz, weshalb fragen Sie mich das alles?«

»Weil ich das Gefühl habe, daß der junge Terbroich der einzige ist, der sich keinerlei Gedanken macht.«

»Soll das heißen —«

»Und weil ich möchte, daß Sie sich Gewißheit darüber verschafften, Frau Doktor. Ihr großes Vertrauen ehrt ja jeden, der davon betroffen wird. Sollte jeden ehren. Anders Denkende dürften für uns gar nicht existieren.«

»Es kann nicht sein, Moritz.«

»Wissen Sie, daß der junge Terbroich große Aufwendungen treibt?«