»Fürchtest du ihretwegen? Ich fragte dich vorhin schon.«

»Noch nicht, und doch — schon. Sie ist ihren Jahren voraus und hat eine Liebe für das Außergewöhnliche.«

»Meine Tochter — —,« meinte Joseph Otten, und es war ein sonderbarer Tonfall in seiner Stimme. Dann beugte er sich schnell nieder und drückte einen Kuß auf jedes Kinderbeinchen. Frau Maria breitete sacht die Decke über die Schlafende.

»Maria,« begann Otten und stockte.

»Sprich, Joseph.«

»Je länger du die Meine bist, Maria, umsomehr habe ich dir zu danken. Das Konto schwillt von Jahr zu Jahr. Du willst nicht, daß ich davon spreche. Weil wir erwachsene Menschen waren, als wir den Lebensweg miteinander begannen, und jeder wußte, was der andere dazu mitbringen würde. Ich spreche also nicht davon. Aber wenn du einen Dank verdienen willst, der über alles hinausgeht, Maria, dann behüte mir die dort, Maria. Und sollte ich einmal Schiffbruch leiden, rette mir nichts als das Kind.«

»Von mir aus soll nichts versäumt werden, Joseph. Ich verspreche es dir.«

Er drückte ihre Hand. »Hast du einen Wunsch? Ich möchte dir etwas so ganz, ganz besonders Liebes tun. In dieser Stunde mehr als je. Hast du einen Wunsch?«

Sie sah ihn an, schüttelte den Kopf und umschlang ihn.

»Du weinst — —?«