»Also schnell. Weshalb haben Sie den Dienst quittiert, ein Mann, Mitte der Vierzig? Weshalb haben Sie das Gut übernommen? Weshalb gerade jetzt?«

»Weshalb …?«

»Ja, weshalb!«

»Alles das wollte ich schon vor zehn Jahren.«

»Und heute – wollen Sie mehr? Sie schütteln den Kopf? Also wirklich nicht? Oberst, Freund, weshalb schütteln Sie nun den Kopf nicht mehr? Soll das heißen, daß Sie ja auch damals schon – mit noch anderen Wünschen kamen …«

Er wandte ihr mit einer energischen Bewegung sein Gesicht zu. Trotz der Dämmerung bemerkte sie, daß sich sein Haar an den Schläfen weiß gefärbt hatte.

»Frau Ella, wenn Sie mir zu reden gestatten – jetzt endlich …«

»Vom Sattel aus?« Sie gab seinem Braunen einen ermunternden Schlag und sprengte voraus. »Kommen Sie! Dazu sind wir zu alt. Die Jugend liegt hinter uns.«

»Die Jugend!« stieß er zornig hervor und warf den Gaul an ihre Seite. »Himmel, besteht denn das Leben nur aus dieser vergißmeinnichtblauen Jugend? Müssen wir denn absolut in Tränen und Seufzern schwimmen, wenn diese sentimentale Zeit –«

»Nicht schimpfen!«