Eine halbe Stunde später, und der Kaiser wies auf ein Wärterhaus am Wege.
»Anhalten.«
Der Generaladjutant gab den Befehl zum Führersitz hinauf. Mit dem kaiserlichen Wagen hielten die anderen. Der Kaiser schritt in das Wärterhaus und wärmte sich den Rücken am Kamin. Er winkte die Herren seines Gefolges zu sich heran und plauderte mit ihnen, während der Leibjäger ein paar belegte Brote und je einen Becher Wein darreichte. Zwei-, dreimal glitten die Augen des Kaisers blitzschnell zu dem Hauptmann hinüber, der still und gesammelt abseits stand und seinen Becher leerte, und musterten das tiefgebräunte Gesicht.
Der Leibjäger begann, die geleerten Becher einzupacken. Der Kaiser hob den Kopf.
»Der Hauptmann Opterberg bekommt zum zweitenmal eingeschenkt. Er ist vom Rhein.«
Martin Opterberg verbeugte sich und leerte den Becher noch einmal.
Der Kaiser hatte sich für seine Zigarette Feuer geben lassen. Die Herren durften rauchen.
»Wärmen Sie sich weiter. Ich muß draußen ein paar Schritte tun, um die Beine nicht einschlafen zu lassen. Hauptmann Opterberg — Sie können mich begleiten.«
»Zu Befehl, Euer Majestät.«
Langsam ging der Kaiser ein paar Schritte die Landstraße entlang. Wieder flog sein Blick über das zusammengefaßte Gesicht des Hauptmanns.