»Linde … Linde …«

»Und dann ist sie weitergeschritten, und die Frauensperson hat hinter ihr drein geschrien: es läg’ noch eine Hundspeitsche im Zimmer oben, und die käme sie sich holen, wenn der Herr und sein Liebchen zu Hause wären.«

»Christoph,« sagte Martin Opterberg nach einer stummen Weile, »weshalb hör’ ich erst heute davon?«

»Weil die Linde verlangt hat, der Schlamm solle nicht an dich heran.«

»Aber an sie selber ist er herangespritzt!«

»Sie hätt’ ihren Regenrock angehabt, hat das Mädel gesagt, an dem wär’s glatt hinuntergegangen.«

Da tat der Martin einen tiefen Atemzug.

»Ich möcht’ zu ihr, Christoph. Alles, was froh in mir ist, treibt mich zu ihr. Aber auf der Werft machen sie Feierabend, und es ist nötig, mit den Leuten zu sprechen und sie für jeden Fall bereit zu halten.«

Als er mit einbrechender Nacht in sein Haus eintrat, berichtete ihm das Mädchen, daß Linde Baumgart früher als sonst ihr Zimmer aufgesucht habe.

Da öffnete sich im Obergestock schon ihre Tür. »Brauchst mich noch, Martin?« tönte ihre Stimme ins Haus.