Er lachte.

Das aber war ein anderes Lachen.

»Wir singen das Heckenrosenlied. Silentium! Musikanten, den ersten Vers! Silentium – das Lied steigt.«

»Es war ein Knab' gezogen wohl in die Welt hinaus,
War ihm sein Lieb auch gewogen, das Glück, das Glück blieb aus.
Und er wanderte weit
Zur Sommerzeit,
Wenn am Walde – die Heckenrosen blühn.

Das Mägdlein barg sein Klagen daheim im Kämmerlein.
Sie durft' es ja niemanden sagen, und hoffte jahraus, jahrein.
Schaut' über die Heid'
Zur Sommerzeit,
Wenn am Walde – die Heckenrosen blühn.

Ein Reiter kam geflogen, weit flattert sein Mantel im Wind.
Sag', bist du mir noch gewogen, herzallerliebstes Kind?
Da lachten sie beid'
Zur Sommerzeit,
Wenn am Walde – die Heckenrosen blühn.

Und er hielt sie in den Armen, ihr Herz vor Wonne schlug.
Hat auch die Welt kein Erbarmen, die Liebe ist stark genug.
Und da küßten sich beid'
Zur Sommerzeit,
Wenn am Walde, am Walde, die Heckenrosen blühn.« –


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