»Ich bin ein Schnelläufer,« antwortete der Jüngling, »stellt mich auf die Probe.«

Der König rief einen Diener, den er Hugi nannte, und alle gingen sie auf ein weites Feld. Der Knabe rannte wie der Wind nach dem Ziel, aber Hugi flog ihm voraus und kehrte zu ihm zurück, und Thjalfi mußte sich geschlagen geben.

Nun wandte sich der König Utgardloki dem Donnerer zu.

»Die Reihe ist an dir. Beweise uns die überlegene Kunst der Asen und wähle selber.«

Da wählte Asathor das Trinkhorn. Denn er war ein Zecher, der alles Lebende unter die Bänke trank.

So saßen sie in der Halle auf der Metbank nieder, und Utgardloki hieß das Horn bringen.

»Sieh dir meine Mannen an, Thor. Sie leeren dies Horn auf einen Zug, wenn sie bei Laune sind. Sicherlich aber in zwei Zügen. Wer es aber mit dreien nicht zu leeren vermag, der läßt das Trinken den Männern und schleicht sich hinaus zu den zullenden Knaben.«

»Laß dein törichtes Reden,« sprach Asathor und hob dürstend das Horn, daß der Inhalt in Strömen in ihn hineinlief und alle Mannen die Hälse reckten. Aber als er tiefatmend das Horn absetzte und hineinblickte, bemerkte er zu seiner Bestürzung, daß das Getränk nicht um eines Fingers Breite abgenommen hatte.

»Du bist weise,« sagte Utgardloki. »Du hast zunächst nur eine Kostprobe nehmen wollen.«

Zornig setzte Thor das Horn zum zweiten Male an. Aber nur der Innenrand des Hornes war freigelegt.