Herr Dr. Bürstenfeger folgte ihnen.

Sie stellten ihre Bleisoldaten auf, schossen mit Erbsen und spielten Revolution. Jeder von ihnen war die Revolutionspartei. Sie vergaßen sich ganz und rückten einander auf den Leib.

„Haltet ein!“ rief Herr Dr. Bürstenfeger und ergriff sie bei den Armen. Dann legte er seine Hände auf ihre Schultern und sagte emphatisch: „Karl und Nikolaus!“ und nun zeigte er mit einer raschen Bewegung nach draußen, „euren braven Eltern und dann mir habt ihr es zu verdanken, daß ihr nicht werdet, wie jene bübischen ... dort ...“

Bei diesen letzten Worten platzte nicht weit eine Bombe, daß die Scheiben barsten.

Carlos und Nicolás aber, sinnlos vor Aufregung, sprangen zum Fenster, rissen es auf und sahen einige Häuser weiter eine große rote Wolke Ziegelstaubes aufsteigen — dort, wo die Bombe geplatzt war ...

Was in den nächsten drei Stunden vorging, sahen Carlos und Nicolás nicht.

Herr Dr. Bürstenfeger hatte sie ins Schulzimmer eingesperrt, das hinten auf den Hof hinausging; er war ganz ratlos.

Sie sahen nicht, wie der ältere Bruder ihres Freundes, der zwanzigjährige Augiere, der, so jung er auch war, zu den Häuptern der Revolution gehörte, von vier bewaffneten jungen Bürgern auf einer Bahre am Hause vorbeigetragen wurde.

Er war von einer Kugel unterhalb der Brust getroffen worden, und man brachte ihn, weil er es wünschte, zu seiner Mutter nach Hause. Er würde wohl heute noch sterben.

Sie hörten nur das Sausen und Krachen der Bomben.