Die Knaben fielen ihm um den Hals: „Nicht wahr, bis nach Montevideo begleitest du uns ...?!“
„Ja, meine lieben Jungens“, sagte er und wischte sich eine Träne ab, die ihm über die Backe lief.
Carlos und Nicolás auf dem Meere
Auf dem großen Meer
Die Lombardia hatte vor drei Stunden Montevideo verlassen. Carlos und Nicolás standen mit Herrn Dr. Bürstenfeger hinten auf Deck.
Eine halbe Tagereise hinter ihnen lag Buenos Aires; nun endlich waren sie auf dem Meer. In den Abschiedsschmerz, der die Knaben erfüllte, mischte sich die freudige Erwartung noch nie gesehener, vielleicht unerhörter Dinge.
Sie fragten einen Schiffsoffizier, der neben ihnen stand, ob Sturm im Anzuge sei.
„Gott sei Dank nein!“ antwortete lachend der Offizier, worauf sie sich auf morgen vertrösteten.
Die Knaben hatten in ihrer Kabine um die Betten gelost. Nicolás war das obere zugefallen; von da aus konnte er durch die gegenüberliegende Luke gerade aufs Meer sehen.
Sollte er, wenn er nachts erwachte, die Wolke am Horizont schauen, die unfehlbar Sturm verkündete, hatte er seinen Bruder zu wecken.