Es reisten nicht viel Passagiere in der ersten Klasse. Mit einem dicken fröhlichen Priester aus Montevideo waren sie gleich Freunde geworden.
Sie hatten ihn abends bei Tische beobachtet, wie er vor jedem Gericht seine Reverenz machte.
Nachher lag er oben auf Deck auf seinem Reisestuhl ausgestreckt und verdaute.
„Seid ihr noch nicht seekrank, Süßwasserratten!“ sprach er Carlos und Nicolás an.
„Wir sind keine Süßwasserratten,“ antwortete Carlos und zeigte nach seiner Matrosenmütze, worauf der Name eines großen französischen Panzers stand, „und vor dem Sturm fürchten wir uns auch nicht!“
„Bravo!“ rief der fröhliche Priester.
Darauf erzählten sie ihm, daß sie mit ihrem Hauslehrer, Herrn Dr. Bürstenfeger, nach einem schönen Städtchen in Deutschland reisten, das Mufflingen hieße, um in die Schule zu gehen. Dort wohnten auch ein Onkel und eine Tante von ihnen. Sie selbst zwar seien aus Buenos Aires und daher Argentinier, aber zugleich auch Deutsche, weil ihr Vater ein Deutscher sei.
Der fröhliche Priester antwortete: „Wenn ihr in Argentinien geboren seid, so seid ihr Argentinier, und vergeßt ihr das, seid ihr keine braven Kerle!“
„Wir bleiben gute Argentinier!“ antworteten ein wenig gereizt beide Knaben.
„Das ist gut!“ meinte zufriedengestellt der Priester.