„Das ist komisch“, sagte Carlos und lachte.

„Sehr komisch“, sagte Nicolás und lachte auch.

Sie ritten ganz nah an den Baum heran: es war keine Frau.

„Ein Chinese!“ sagte Carlos und erbleichte.

„Ein Chinese!“ sagte Nicolás und erbleichte auch.

Der Kopf, der Kittel und der Hut waren ganz so, wie sie es bei Chinesen auf Bilderbogen gesehen hatten.

Der Chinese, der geschlafen hatte, war erwacht und sah die Knaben ohne merkliches Erstaunen an.

Sie wollten kehrtmachen und fliehen, denn sie hatten gehört, diese Menschen seien wild und blutdürstig wie die Indianer des Gran Chaco. Aber sie ermannten sich zugleich, denn keiner wollte vor dem anderen feig erscheinen; und dazu blinzelte und lächelte der Chinese so gemütlich und Vertrauen erweckend, daß Flucht den Knaben doppelte Feigheit erschien. Vielleicht ist es ein zahmer Chinese, dachten sie.

„Was schaut ihr mich so an, ihr Büblein?“ fragte er endlich. Seine Stimme klang sanft; sie hatte nichts von einem wilden Indianergeheul.

„Wir schauen dich nicht an“, sagte Carlos und starrte fortwährend auf ihn.