Schnell zogen die Wolken; rasch wurde es hell und rasch wieder dunkel. Es rauschten die Königspalmen. Alle die vielen seltsamen Bäume rauschten gewaltig. In der Bai sprang hoch der Gischt gegen die Felsen.
Nun kommt ein Sturm, dachte Carlos; jetzt wird unser Schiff untergehen ...
Mit verstörtem Gesicht und Verzweiflungsgeschrei stolperte gerade durch den Urwald auf den Hängen von Silvestre der unmögliche Kauz: „Ha es klopfte ein Herz im Mutterschoße, aber nun endlich hat die Entbindung stattgefunden ... in Buenos Aires war ich ein verachteter Mann; aber hier bin ich lebend geworden!“
Er rannte wild mit den Fäusten gegen einen mächtigen Baumstamm, prallte zurück und brach in ein lautes, höhnisches Gelächter aus: „Es darf nicht sein, daß vom Protoplasma bis zu den Menschen der Weg näher sei, als wie von ihnen bis zu Dante und Jesus Christus; wir müssen uns stark verbinden! Hohoho, mein Urgroßvater war ein toller Mann!!“ ...
Herr Dr. Bürstenfeger unter dem Mangobaum hielt seinen Hut in der Hand, während der Sturm seine Haare zauste. Er sagte: „Karl und Nikolaus, auch dieser Aufruhr in der Natur ist wunderbar!“ —
Allmählich begann sich der Wind zu legen. Die Bäume hörten auf zu rauschen; bald war überall Stille. Nur die Wipfel der Königspalmen bewegten sich noch leise wie lächelnd im seligen Einschlafen.
Der Himmel war bis weit hinaus frei von Wolken ...
Aus der Hoteltür trat jetzt ein bildschönes, schwarzäugiges kleines Mädchen in einem weißen Kleide.
Auf den Zehenspitzen schlich sie näher und stand nun neben Herrn Dr. Bürstenfeger.
Da ist ja wieder das wunderschöne Mädchen, dachten Carlos und Nicolás, denn sie hatten sie schon bei Tische bewundert, und ihre Herzen klopften.