Als er angezogen war, ging er zu Carlos und Nicolás und weckte sie.
Nach dem Frühstück machten sie einen Spaziergang in der Richtung der Tijuca.
In vielen Krümmungen führte der Weg durch Sonne und Urwaldschatten.
Als sie in den Wald gelangten, sagten Carlos und Nicolás: „Es riecht hier ganz so wie bei uns zu Hause im Invernaculo.“
Herr Dr. Bürstenfeger antwortete: „Ich habe euch schon gesagt, es heißt auf deutsch Treibhaus und nicht Invernaculo!“
An einer Krümmung tauchte plötzlich am Wegrand in der Einsamkeit eine Strohhütte auf. Einige Neger und Negerinnen standen davor. Sie sprachen mit lebhaften Gebärden alle zugleich und stießen dabei ein grausig tierisches Gelächter aus. Die Frauen hatten gelbe Schals um die Schultern, eine trug einen roten Turban. Die Männer waren nackt bis zum Gürtel und schwangen lange blitzende Messer in der Hand, womit sie eben Rinde von den Bäumen geschält hatten. Einer biß mit seinen großen weißen Zähnen in ein Stück Kokosnuß, ein anderer schlug zum Zeitvertreib mit einem dicken Knüppel auf einen Strauch mit seltsamen roten Blumen.
Carlos und Nicolás zerrten Herrn Dr. Bürstenfeger am Ärmel zurück und sagten ängstlich: „Die Neger werden uns töten!“
Herr Dr. Bürstenfeger schaute unsicher nach der Gruppe, dann aber sagte er: „Karl und Nikolaus, fürchtet euch nicht!“ Und mit beschleunigten Schritten gingen sie an der Gruppe vorbei.
Bei jeder neuen Krümmung des Weges hörten sie wieder ihr tierisch grausiges Lachen, bis es langsam verhallte.
Auf einem Umweg kehrten sie zum Hotel zurück und nahmen dort ihren Lunch. Dann begaben sie sich hinunter in die Stadt. Dort setzten sie sich in einen Wagen und fuhren nach dem Botanischen Garten.