„Nun,“ meinte sie, „wie finden Sie unsere Mitreisenden?! — Ach, Herr Doktor,“ sie schlug die Augen, die sie einige Sekunden gesenkt hatte, zu ihm auf, „ich lese in Ihrer Seele — wie können Sie an dieser zusammengewürfelten, zum Teil fragwürdigen Gesellschaft Gefallen finden — gerade Sie, Herr Doktor!“ Sie stieß einen Seufzer aus, schloß die Augen und sah ihn dann gleich wieder an.

„Und überhaupt, wo findet man die Menschen, die einem ganz zusagen, mit denen man eins sein möchte in seinem tiefsten Innern?! ... Was folgt dem einsamen Heischen hochgestellter Seelen nach Wahlverwandtschaft?“ Wieder seufzte sie und schloß die Augen: „Ach nur Resignation!“

In diesem Augenblick war nicht weit von ihnen ein seltsam langgezogenes Gewinsel hörbar, dem gleich darauf ein markdurchdringendes erbostes Schreien und Quieken folgte.

Gleich nachher tauchte Carlos auf, beide Affen, die sich grimmig balgten, an ihren Schnüren hinter sich herzerrend.

„Karl, was hast du wieder mit dem süßen Tierchen getan!“ schrie Fräulein von Pfnühl, indem sie sich aufrichtete.

Carlos wandte sich weinerlich an Herrn Dr. Bürstenfeger: „Ich brachte sie auf meinen Schultern vom Zwischendeck hierher, sie haben das Zanken bekommen und sich einander verwickelt, und als ich sie auf die Erde setzte, bekamen sie noch mehr das Zanken!“

Der Lehrer winkte dem Decksteward, und nicht ohne Mühe gelang es, die Affen wieder auseinander zu bringen.

Worauf Carlos und Nicolás, von Herrn Dr. Bürstenfeger begleitet, sie in ihre Kiste zurückbrachten.

„Karl und Nikolaus,“ sagte Herr Dr. Bürstenfeger, „ich gehe jetzt einstweilen in meine Kabine, doch bitte ich euch ernstlich, treibt keinen Unsinn!“

„Zu der verrückten Dame gehe ich nicht mehr!“ sagte Nicolás.