Nicolás sah seinen Bruder an, er traute seinen Ohren nicht.
„Ich bezahle nichts!“ sagte Carlos.
„Meinst du, daß ich umsonst den schrecklichen Gestank ausgehalten habe?!“ rief Nicolás zornig.
„Es galt nur bis zwanzig; ich zahle nichts!“ beharrte Carlos.
„Du bist betrügerisch und gemein!“ rief Nicolás und wollte auf ihn eindringen. Schon wurden sie handgemein; da erschien Herr Dr. Bürstenfeger.
„Was ist hier los, Karl und Nikolaus?!“ fragte er streng.
Nicolás erzählte ihm aufgeregt den Fall.
Herr Dr. Bürstenfeger runzelte die Stirn, sann eine Weile und antwortete sehr ernst: „Dein Vorschlag, Nikolaus, der reinen Geldgier entsprungen, zeugte von wenig Geschmack, Stolz und persönlicher Würde. Die Ausführung war außerdem im höchsten Grade gesundheitsschädlich. — Nicht weniger geschmacklos, Karl, war dein Eingehen in diesen unappetitlichen Kontrakt. Dein weiteres Betragen Nikolaus gegenüber sehr mutwillig und durchaus nicht brüderlich. Jetzt kommt mit, und macht Schularbeiten, die viele Freiheit, die ich euch der Hitze wegen gegeben habe, scheint euch nicht gut zu bekommen!“
Damit erfaßte er sie bei den Händen. Sie folgten ihm aufs höchste verdutzt.
Bald folgte ein Tag von unerträglicher Hitze, denn man hatte vollständige Windstille. Totenstill und bleifarben lag das Meer. Dunstschleier verbargen die Sonne; von Zeit zu Zeit gingen Regenschauer nieder. Dann aber wurde die Temperatur noch drückender.