Im Maschinenraum arbeiteten halbnackt die Heizer, Herr Dr. Bürstenfeger lag reglos unter dem aufgespannten Zeltdach auf Deck: unter der Dusche im Badezimmer aber stand der fröhliche Priester und dachte: Reiste ich jetzt nicht nach Rom, um den Heiligen Vater zu sehen, ich wollte, eine Seereise sollte immer dauern. —
Manche Passagiere verbrachten die Nacht auf Deck. Carlos und Nicolás lagen in ihren Betten und wälzten sich hin und her.
Kurz nach Mitternacht — Herr Dr. Bürstenfeger war eben in einen unruhigen Schlaf verfallen — wurde er plötzlich durch laute Schreie geweckt.
Er richtete sich jäh auf und noch unsicher, ob er geträumt habe, saß er reglos aufrecht mit stark klopfendem Herzen und horchte gespannt.
„Hilfe, Hilfe, ich sterbe!“ kreischte durchdringend eine weibliche Stimme.
„Mein Gott, mein Gott, ... was für ein Unglück ist da wieder geschehen!“ Herr Dr. Bürstenfeger rang nach Atem; dann war er mit einem Satz aus dem Bett.
„Hilfe, Hilfe!“ gellte es wieder.
Wie von Sinnen drehte sich Herr Dr. Bürstenfeger im Kreise herum; er suchte etwas: seine Hosen. Jetzt hatte er sie; im Nu war er drin.
Er stürzte in den Gang; draußen standen schon Leute.
Von neuem ertönten durchdringende Schreie.