Als der Leichter im Begriff war, sich in Bewegung zu setzen, streckte er die Arme in die Höhe und brach in lautes Weinen aus: „Herr Kapitän, ich beschwöre Sie um Himmels willen, lassen Sie mich nicht auf dieser Insel zurück, nehmen Sie mich nach Barcelona mit, ich muß ja zu den Meinen!“
Der Kapitän, ein Mann mit einem dicken gutmütigen Gesicht, stand reglos an der Reling, mitten im Haufen der Passagiere, die neugierig herunterschauten.
„Ein blinder Passagier, der sich in Rio eingeschmuggelt hat und hier an Land gesetzt wird“, erklärte der Kapitän einigen Umstehenden, die ihn mit Fragen bestürmten.
„Um Himmels willen doch kein Anarchist!“ schrie Fräulein von Pfnühl auf.
„Warum darf der arme Mann nicht mitfahren?!“ fragten Carlos und Nicolás voller Mitleid einen Herrn aus Coruña, der karierte Hosen trug.
„Weil er sich eingeschmuggelt hat, wie ein Dieb, um umsonst zu fahren, versteht ihr, Jungens?!“ belehrte sie dieser.
„Herr Kapitän“, schrie das Männchen hinauf und weinte herzbrechend, „ich flehe Sie an, nehmen Sie mich mit; ich will ja wieder jede Arbeit tun; machen Sie mich doch nicht unglücklich!“
„Das fehlte noch,“ lachte der Herr aus Coruña, „wir haben bei uns schon genug anarchistisches Gesindel!“
Die meisten Passagiere schauten gleichmütig hinunter; einige bemitleideten das Männchen, andere lachten über sein Geschrei und seine komischen Armbewegungen.
Der Kapitän zuckte die Achseln, brummte etwas in den Bart und trat von der Reling zurück.