Er nahm Pepito in Empfang, Carlos hielt wieder seinen Hund im Arm ...

Kurz nachher kehrten der Vater und die Mutter zurück ...

Die Sonne ging unter, die Herden trieben heim nach ihren Hürden, unter dem Ombú vor der Hütte saß der Gaucho Gonzales und sang laut ein melancholisches Steppenlied.

Carlos und Nicolás schauten der Mutter zu, wie sie ihr Kind säugte.

Die Tigerjagd

Der Paraná war weit aus seinen Ufern getreten; die Überschwemmung nahm zu, bald war das Land bis dicht an die Parkanlagen unter Wasser. Wipfel von Weidenbäumen bezeichneten die Stelle, wo früher das Ufer gewesen war ...

Im Norden von Argentinien hatten große Regengüsse stattgefunden, auf schwimmenden Inseln war Getier aller Art heruntergeschwemmt worden, und nun wimmelte es hier von einer unbekannten Fauna, von seltsamen Wat- und Schwimmvögeln, Amphibien und Säugetieren.

Eines Nachts vernahm man, nicht sehr weit vom Hause, in der Richtung des Stromes, das Brüllen eines Jaguars. Durch die Herden ging eine Bewegung, trotzdem es ein unbekanntes Ereignis war. Die Pferde in ihren Umzäunungen erbebten; viele, die gelegen hatten, erhoben sich, machten mit vibrierenden Nüstern ein paar Schritte und blieben dann schnaufend und den Kopf emporgereckt stehen.

Zenobia, die Mulattin, spazierte mit ihrem Liebsten, dem Stallknecht Ramon, in einiger Entfernung vom Hause. Auch sie blieben stehen und horchten entsetzt auf.