Auf der Trambahn verkürzten sich die Knaben die Zeit damit, daß sie die Insassen einer heiteren Kritik unterzogen.

„Sieht nicht unser Gegenüber so aus wie eine Ziege?“ fragte Carlos leise.

Nicolás quiekte: „Großartig, ganz wie eine magere Ziege!“

Carlos fragte: „Schau dir mal den dort drüben an, sieht er nicht so aus wie ein Huhn?“

Nicolás betrachtete ihn eine Weile mit naiver Unverblümtheit und bestätigte es fröhlich.

Carlos fand, daß ein kleiner dicker Herr, der seine Brille abgenommen hatte und jetzt matt und müde dreinblickte, einem abgezäumten Pony glich; auch damit war Nicolás sehr einverstanden.

Herr Dr. Bürstenfeger hatte einige spanische Worte, die er verstand, aufgefangen und legte sich ins Mittel, denn er fand solche Vergleiche sehr unpassend.

Hanfstetts bewohnten eine prächtige Villa in einer schönen, breiten Straße.

Der Diener, der ihnen öffnete, geleitete sie bis zur Türe des Schulzimmers: „Der Unterricht müsse schon zu Ende sein.“

Sie klopften, traten ein, aber es war noch Schule.