Herr Dr. Bürstenfeger trat, Carlos und Nicolás an der Hand, aus seinem Zimmer im Hotel, hinaus auf den ersten Hof. Ein Orangenbaum stand dort, an dem drei große Knochen hingen.
„Was sind das für Knochen?“ wandte sich Herr Dr. Bürstenfeger an einen Kellner.
„Menschenknochen, eine Erinnerung an das große Erdbeben vor dreißig Jahren.“
„Barbarisch!“ dachte der Hauslehrer, blieb eine Weile in Gedanken versunken vor dem Baum stehen, und dann erinnerte er sich plötzlich, daß er den Eltern einen Brief zu schreiben habe.
Er überließ Carlos und Nicolás eine kleine Viertelstunde sich selbst und ging zurück in sein Zimmer.
Er schrieb, daß sie heute gesund angekommen seien, Karl und Nikolaus seien ganz artig, er werde ein wenig Toilette machen und sich mit ihnen zu Don Pablo Romero begeben und dann auch der Familie Igarzabal Grüße bringen, wie er es am Tage der Abreise versprochen habe.
Carlos und Nicolás gingen unterdessen nach dem zweiten Hof und sahen dort einen kleinen barfüßigen Indianer, der Ball spielte. Carlos fragte, ob sie mitspielen dürften, er sagte ja, und sie waren drei Parteien.
Das erste Mal gewann der Indianer, das zweite Mal Nicolás, das dritte Mal wieder der Indianer.
Darauf kauerten die drei sich an die Wand hin.
Carlos fragte den Indianer, wie er heiße.