Ganz in der Frühe hielt wieder der Dampfer an. Vom Lande wurde eine lange Brücke bis zum Schiff geschlagen, ein langer Zug von Indianern und Indianerinnen brachte Orangen an Bord in großen Körben, die sie auf den Köpfen trugen.

Bis spät nachmittags dauerte das Verladen. Auf dem vorderen Teil des Schiffes ragte ein goldener Berg von Orangen, ein leiser Wind ging und brachte den Duft herüber.

Carlos und Nicolás gruben sich ein Loch in den Berg, kauerten hinein und aßen Orangen.

Der Kapitän sah es, auch die Verlader sahen es, sagten aber nichts.

Die Knaben jedoch glaubten von niemandem beobachtet zu sein und fanden es romantisch und abenteuerlich.

Gegen Dunkelwerden fuhr man ab. —

Am Morgen nach dem Frühstück — die Knaben saßen im Eßzimmer — erscholl plötzlich auf Deck Gewehrschießen. Sie sprangen auf und eilten hin, Herr Dr. Bürstenfeger sehr besorgt hinter ihnen her.

Oben wurde auf Alligatoren geschossen, die sich auf dem nahen Ufer sonnten.

Vor einer Stunde hatten sich die ersten gezeigt, bis jetzt zählte man bereits über zwanzig; zwei Passagiere hatten ihre „Remingtons“ heraufgebracht, und andere eilten, es ihnen nachzutun.

„Karl und Nikolaus,“ rief streng Herr Dr. Bürstenfeger, „kommt zum Unterricht herab!“