Carlos fragte, ob er sie verkaufen oder gegen irgend etwas vertauschen wollte.

Da er nickte, sie aber kein Geld hatten, sprang er vom Pferd und gab ihm eine Satteldecke dafür.

Auf dem Heimritt beschlossen sie, eine Schlangensammlung zu machen.

Sie verschafften sich Flaschen, denen sie die Köpfe abschlugen, und füllten sie mit Spiritus.

Einen Teil ihrer Mußestunden aber verbrachten sie damit, Schlangen aufzustöbern, die sie töteten, in die Flaschen taten und sorgfältig in ihrem Kleiderschrank verschlossen, weil sie wußten, welchen Abscheu Herr Dr. Bürstenfeger vor diesen Reptilien hatte.

Aber das Unglück wollte es, daß einmal der Schrank aufblieb und Herr Dr. Bürstenfeger hineinsah und mit einer Miene, als blicke er in Blaubarts Kammer.

Er strafte sie aber nicht, er war nur sehr blaß und sagte: „Karl und Nikolaus, ihr habt mich unendlich betrübt!“

Carlos und Nicolás gelobten ihm unter Tränen, nie mehr eine Schlange zu fangen, flehten ihn aber an, diese behalten zu dürfen, da sie ja tot seien und dabei so wunderbar schöne Tiere.

Diese letztere Bemerkung erregte in Herrn Dr. Bürstenfeger wieder ein Gefühl des Grausens. Mit großem Nachdruck erwiderte er: „Daß ihr nie mehr welche fangen werdet, weiß ich — im übrigen habe ich euch nichts mehr zu sagen!“

Damit entfernte er sich.