Grauen brannte auf allen Gesichtern. Maßloses Staunen verschüttete jeden Laut und jede Bewegung. Verwirrung bedrohte aller Denken und Glauben.
Es brach aus der Mitte des Volks ein gellendes Lachen hervor, das erst schwieg, als Moses Blick den alten Spötter und Verächter traf.
Jobab hatte sich an Mose geschmiegt und begann jetzt mit ihm das Lager zu verlassen. Sie stiegen zu den Bergen empor; ihr Umriß ging langsam im zackigen Gestein verloren. Auf einer Terrasse blieben sie stehen und blickten zurück auf das betende Volk. Da erhob Mose noch einmal die Hände und sprach mit einer Stimme, die grollend wie Donner über die Wüste zog, die alten Segensworte über Israel aus.
Jobab gab er den Befehl, ihn nunmehr zu verlassen; denn die Stelle sei nah, wo Gott ihm sein Grab gegraben. Dann trat er in eine Felsenspalte, den menschlichen Augen für immer verloren.
Jobab, geschüttelt von unendlichem Weh, trat zögernd den Rückweg an. Von einem Vorsprung aus sah er das israelitische Lager, aus dem laute Stimmen und Flüche ihm entgegenschollen. Auf der andern Seite, weiß von Sternen beglänzt, ruhte die Wüste.
Da schwang Jobab die Arme empor, schrie einen jauchzenden Ruf und lief, das Geröll mit den Füßen vor sich treibend, atemlos, von Heimkehrfreude erfüllt, zur Wüste hinab.
Am nächsten Morgen brachen die Israeliten die Zelte ab, stiegen zu den Bergen hinauf und jenseits wieder herab und nahmen Besitz vom kanaanitischen Lande.