Botanischer Name Yoruba-Name
Sanseviera guineensis Pason-Koko
Xanthosoma esculentum Ogiri-sako
Dicliptera spec. Kusu-mope
Cleome spec. Ay-tare
Cassia occidentalis Rere
Paullinia alata Kakasenla
Alternanthera sessilis Ebede
Trema spec. Afere
Waltheria indica Ewe Epo
Striga spec. Osa
Boerhaavia spec. Etipasa Evinla
Biophytum sensitivum Patomo
Aerua lanata Ewe Owo
Ocimum spec. Efiri
Portulacca oleracea Papa sohum
Hoslundia africana Efiri Fufun
Crotalaria spec. Ewe Orubu Epa
Abrus praecatorius Misin Misin
Momordica Balsamina Ejrin.

Der Dampfer „Aline Woermann“, mit dem ich nun nach Kamerun weiterfahren wollte, traf unerwarteterweise äußerst pünktlich am 1. April vor Lagos ein. Ich hatte kaum noch Zeit genug, meine Sachen vollständig fertig zu machen. Zu meinem Glücke waren die Barrenverhältnisse zu ungünstig, um den Barrendampfern noch an demselben Tage die Durchfahrt zu gestatten. Dadurch gewann ich noch genügend Zeit. Am nächsten Tage, dem 1. Osterfeiertage, fuhr ich nun in Begleitung der Herren Fritsch und Schurmann auf dem Barrendampfer „Teck“ hinaus und stieg dann auf die „Aline Woermann“ über. Bis zum Abend blieben wir noch vor Lagos, da die aus Europa kommende Ladung nun erst auf die Barrendampfer übertragen werden mußte. Endlich um 7 Uhr ertönte das Signal zur Abfahrt.

II. Kapitel.
Aufenthalt in Kamerun, Reise nach und auf dem Congo.

Während der kurzen Fahrt von Lagos nach der Kamerun-Küste hatten wir vorzügliches Wetter. Die See war spiegelglatt, kein Lüftchen regte sich. Am Morgen des 4. April tauchte plötzlich der Kamerunberg vor unseren Augen auf, als sich die Nebel, welche umherhingen, etwas lüfteten. Seine Spitze war leider nicht zu sehen. Doch dessenungeachtet war ein jeder der Passagiere entzückt von dem Anblick, welcher sich uns bot, als wir uns der Küste bei Bibundi näherten. Die tropische Fülle und Üppigkeit der Vegetation überstieg alle Erwartungen. Der dichte Urwald, welcher das Land bedeckte, soweit wir im stande waren, es zu sehen, machte mit seinen riesigen Bäumen, die von Epiphyten aller Art bedeckt waren, einen gewaltigen Eindruck auf einen jeden der Beschauer.

Gegen 7 Uhr am Morgen warfen wir Anker vor Bibundi. Natürlich konnte niemand der Passagiere seinen Wunsch bezwingen, dieses tropische Paradies zu sehen. Alle gingen mit der nächsten Gelegenheit an Land. Mit verschiedenen anderen Herren ging ich nun nach der Kakaoplantage der Bibundi-Gesellschaft. Herr Rackow, der damalige Leiter, empfing uns bereits am Strande. Da es in meiner Absicht lag, mit Herrn Rackow betreffs Kickxiakulturen zu sprechen, so benutzte ich diese dazu günstige Gelegenheit, fand allerdings bis jetzt nicht viel Gehör für Einführung einer neuen Kultur, um so weniger, als wir auch auf dem Schiffe einen Pflanzer aus Sumatra mitgebracht hatten, der hier in Bibundi eine Tabakplantage anlegen sollte. So konnte ich denn diesen meinen ersten Besuch in Bibundi nur zur allgemeinen Orientierung verwenden. Ich besprach daher mit Herrn Rackow meinen Plan, daß ich in einiger Zeit von Victoria nach Bibundi zurückkehren wollte, um dann einige Tage dort zu verweilen. Auch Herrn Oberleutnant v. Carnap traf ich hier in Bibundi. Derselbe war mit einer größeren Truppe von Arbeitern, welche er im Rio-del-Rey-Gebiete angeworben hatte, vor kurzem dort eingetroffen, und wollte nun die Gelegenheit wahrnehmen, um mit unserem Dampfer die Leute nach Kriegsschiffhafen zu bringen. Da das Anbordbringen der Leute ziemlich langsam vor sich gehen konnte, denn wir hatten in beträchtlicher Entfernung von der Küste Anker geworfen, so konnten wir erst um 5 Uhr wieder in See gehen. Längs der wundervollen Küste fuhren wir nun an der Ambas-Bai mit Victoria und den beiden Inseln Mundule und Ambas vorbei, um die Affen-Halbinsel herum in die prachtvolle Bucht von Kriegsschiffhafen hinein. Noch in der Dunkelheit wurden die neuangeworbenen Arbeiter, 214 an der Zahl, gelandet. Mit Tagesanbruch am 5. April wurden die Anker wieder gelichtet. Um 5½ Uhr waren wir vor Victoria.

Es war ein prachtvoller Morgen; der im Hintergrunde aufsteigende Kamerunberg war bis zur Spitze des Engelberges mit Nebel bedeckt. Darunter die dunklen, dicht bewaldeten Hügel, im Gegensatz zu den weißgetünchten Häusern von Victoria: ein Bild, wie man es an der ganzen westafrikanischen Küste nicht wieder sehen kann.

Zusammen mit Herrn Oberleutnant v. Carnap fuhr ich an Land. Da ich die Absicht hatte, mich einige Zeit in dem Victoria-Bezirke aufzuhalten, quartierte ich mich in dem Hotel der Ambas-Bay Trading Comp. ein. Dank des Entgegenkommens, welches ich von Seiten des damaligen Bezirksamtmannes, Herrn Assessor Horn, fand, und vor allen Dingen des regen Interesses, welches Herr Oberleutnant v. Carnap meinen Unternehmungen entgegenbrachte, waren die Gepäckstücke und sonstigen Expeditionsgüter bald in einem Schuppen der Ambas-Bay Trading Comp. untergebracht.

Nach dem Essen machte ich mich sogleich auf den Weg zum botanischen Garten und besprach dort mit dem anwesenden Gärtner die Möglichkeit, meine Kickxiasamen zum Teil dort aussäen zu lassen. Es wurden sogleich auch Beete hergerichtet, so daß schon am 7. April die Samen ausgesät werden konnten. Auch die Ficusstecklinge, welche ich aus Lagos mitgebracht hatte, konnten zu derselben Zeit in den Boden eingesteckt werden.

Während der nächsten Tage machte ich mit Herrn Oberleutnant v. Carnap zusammen verschiedene kleine Exkursionen und Ausflüge, um mich über die Verhältnisse und die Vegetation etwas zu orientieren.

Am 9. April fuhr ich zusammen mit den Herren Assessor Horn und Oberleutnant v. Carnap nach Kriegsschiffhafen zu Herrn Frederici, mit dem ich auch die Möglichkeit einer Kickxiaanlage daselbst besprechen wollte. Die Fahrt dorthin unternahmen wir in einem Regierungsboote. Gegen 10½ Uhr langten wir bei Herrn Frederici an, der uns äußerst liebenswürdig aufnahm. Schon auf dem Wege von dem Landungsplatze bis zum Wohnhause des Herrn Frederici konnte man sehen, daß hier eine peinliche Ordnung allenthalben herrschte. Die Gebäude waren solide und praktisch aufgeführt, kurzum man sah, daß Herr Frederici nicht umsonst als Muster eines Plantagenleiters in Kamerun gilt.