[57] Engelhardt a. a. O. 1 Bd. pag. 31. schreibt davon folgendes: Als Kunz von Kauffungen Oberster bei den Nürnbergern war, waren dieselben 1449 mit dem Markgrafen von Brandenburg Albrecht III., in offene Fehde gerathen. Kunz erwarb sich dabei viel Ruhm, und es war Schade, daß er ihn durch eine unedle Handlung herabwürdigte. Am St. Gregorius Abend in der Fasten kam es zwischen den Nürnbergern und dem Markgrafen in einem Walde zu einem hitzigen Gefecht. Kunz von Kauffungen kämpfte mit fünfzig reißigen Schützen, die er anführte, so wacker, daß er den Markgrafen selbst gefangen bekam. Behielt er ihn, wie es seine Pflicht als Kriegsoberster der Nürnberger forderte, so hatte die Fehde gleich ein Ende und dem Blutvergießen war auf beiden Seiten gesteuert. Allein der gewinnsüchtige Kunz ließ ihn gegen ein tüchtiges Lösegeld heimlich wieder los und so wurde denn die Fehde mit Erbitterung fortgesetzt. –
Diese That meinte er in seiner letzten Stunde auf dem Schaffote. – s. auch Christ. Schoett. – gen. l. c. pag. 334. –
[58] Albinus a. a. O. pag. 373.
Wegen des Dorfes findet sich Verschiedenheit der Angabe. s. Schoettgen praetermissa pag. 14.
[59] s. Vulpius l. c., welcher die Belohnungen und Wohlthaten ausführlich beschreibt.[60] Gegenwärtig beziehet dieses Gnadenkorn der Herr Pastor Triller in Negelstädt, 1. Stunde von Langensalza an der Unstrut und mithin im thüringer Kreise des königlich preußisch gewordenen Antheiles von Sachsen gelegen. Früher bezog dieses Deputat der Tuchmacher Johann Samuel Triller in Saalfeld. s. Schreiter a. a. O. pag. 95.[61] Eckardsbach, Eckersbach ist ein unmittelbares Amtsdorf im Amte Zwickau, ¼ Stunde nordöstlich von Zwickau. Es besteht aus 15. Häusern und über 100 Einwohnern, welche nach Zwickau in die St. Moritzkirche eingepfarrt sind. Das Freigut in Eckardtsbach haben viele mit dem Kretzscham zu Rothensehma verwechselt, allein Schreiter a. a. O. pag. 74 ff. hat solches sehr gründlich widerlegt.[62] Triller ist ein altdeutsches Wort und heißt so viel als: plagen, ängstigen, zerschlagen. s. übrigens Triller a. a. Orte. pag. 123. –[63] Elterlein ist eine kleine Bergstadt, 1 Stunde von Grünhain und 1¼ Stunde vom Fürstenberge, 1909 Einwohner und über 180 Häuser enthaltend. s. übrigens mehr davon in M. Freibergs Abhandlung von gelehrten Elterleinern. 4. Dresd. 1739. Natürliche Seltenheiten um die Gegend Elterleins, s. in Grundigs Natur- und Kunstgeschichte II., pag. 97. u. 108. – Richters Annaberger Chronik 2. Th. 1 Stück pag. 30. – Schumann a. a. O. 2. Band pag. 432–35. u. 15. Band. pag. 628–33. – Ziehnerts kleine Kirchen- und Schulchronik der Ephorie Annaberg u. Grünstädtel. Annaberg 1839. pag. 173 ff. – Schreiter a. a. O. pag. 49. –[64] s. Schreiter a. a. O. pag. 66. u. Gast, Geschichte des sächs. Prinzenraubes, Zwickau 1823 4. pag. 29. (es enthält diese Schrift zugleich eine Zusammenstellung der Schriften über jene Begebenheiten und die Portraits der bei ihr betheiligten Personen.) –[65] s. Engelhardt a. a. O. Band 1. pag. 90. –[66] Diese 1–4 genannten Gemälde in größerem Formate, ingleichen die letzterwähnten 30 Portraits in kleinerm Formate befinden sich in einem Werke, welches beim Buchhändler Weber in Ronneburg erschienen ist. – Nachbildungen dieser Gemälde giebt Gast a. a. O. – Im Staatsarchive zu Dresden befinden sich ebenfalls Handzeichnungen, welche mit jenen Bildern übereinstimmen; ob sie die ersten Entwürfe sind, kann man nicht behaupten. –[67] Am Erker des Rathhauses zu Freiberg ist ein steinerner Kopf mit einem gräßlichen Gesichte, großen Knebelbarte und Sturmhaube ausgehauen, den man immer, wie wohl fälschlich, für Kunzens Kopf hielt. –[68] s. Engelhardt a. a. O. Band 1. pag. 101. ff. Dieser Gesang u. andere s. in Herders Stimmen der Völker, auch in Wagners deutsche Geschichte aus dem Munde deutscher Dichter, Darmstadt 1831. 1. Band pag. 205. –[69] vorzüglich mit dem Obermarschall Hugold von Schleinitz. s. Dr. von Langenns Werk über Herzog Albrecht d. Beherzten. 1838. pag. 141. 146. ff. u. 176.[70] s. Christ. Schoettgen. Praetermissa quaedam de Conrado (Kunz) Cauffungo ejusque familia in ejusdem Opusc. cura Grundiii pag. 325.[71] Haubold von Schleinitz nachmals Kurfürst Ernsts und Herzog Albrechts Gebrüdern von Sachsen, Oberhofmarschall (s. Anmerkung 69), welcher Skassa bei Großenhain in Gnadenlehn erhielt, war von der rothen Linie derer von Schleinitz, vermählt mit einer Edlen von Plato.[72] Schumann a. a. O. unter Kauffungen. Engelhardt a. a. O. Band 1. pag. 29. –[73] Später nahm Podiebrad, König von Böhmen den Besitz von dem Schlosse Isenburg, wovon Fabricius in origg. Saxon. liber VII. p. m. 773 die Ursache davon angiebt.[74] so schreibt Dr. von Lagenn a. a. O. pag. 29. Die Urkunde befindet sich ebenfalls in diesem Werke pag. 513.[75] Ist im Königreich Preußen, Provinz Schlesien, Regierungsbezirk Liegnitz, an der Katzbach gelegen.[76] ebendaselbst gelegen, doch nicht an der Katzbach sondern am Zacken und Bober.[77] Kauffung berühmt durch seine Marmorbrüche.[78] Daselbst führt auch ein sehr bedeutender Wald den Namen: Kauffunger -Wald.[79] Der Schürbaum, der die Gestalt einer Keule hatte, wird jetzt bei dem Köhler selten mehr gebräuchlich sein. Statt dessen bedienen sie sich des sogenannten Garschlägels, welcher eine Aehnlichkeit mit dem Stockschlägel der Holzmacher hat.[80] Dieser Schürhaken wird jetzt Spreißhaken genannt und ist gemeiniglich nicht mehr doppelt, sondern nur einfach gekrümmt. –[81] Dieses Wappen findet man in Vulpius l. c.[82] Diesen Namen führen 4 verschiedene Orte, nämlich das Bergstädtchen Böhmisch-Wiesenthal, am rechten Ufer der Pöhla, am linken herunter hingegen Oberwiesenthal, Unterwiesenthal und Hammerunterwiesenthal liegen, alle 4 Orte haben Stadtgerechtigkeit, nur daß die beiden letztern keinen Rath haben, sondern nach Art der Amtsdörfer dem Justiziariate Oberwiesenthal unterliegen. – Hier ist das Städtchen Oberwiesenthal gemeint, welches damals zur Grafschaft Hartenstein gehörte.[83] Lünig a. a. O. Tom. XI. pag. 271. ff.[84] s. Schreiter a. a. O. pag. 103, daselbst er angiebt, daß er sie den 18. Octbr. 1797 und am 8. Septbr. 1800 wo wegen großer Dürre alle Brunnen in hiesiger Gegend vertrocknet waren, besucht und doch wasserreich gefunden habe.[85] dermalen Obersteuerdirector und seit 1833 Comthur des königl. sächs. Civilverdienstordens.[86] gestorben 1833.[87] Die Inschrift, mit lateinischen Lettern geschrieben, lautet:
Fürstenbrunn. Hier wurde Prinz Albrecht, Anherr des königl. sächsischen Fürstenhauses, am 8. Juli 1455 durch den Köhler Georg Schmidt, hernach Triller genannt, aus Kunzens von Kauffungen Räuberhand gerettet.
[88] s. die Abbildung No. 2. Die Pyramide, das Denkmal bildend, steht auf einem Piedestal von in Jaspis übergehenden braunrothen Thoneisenstein, an 5 Ellen hoch, hat an der Basis 4½ Ellen ins Gevierte und wurde 8 Ellen hoch aus Granit bei Schwarzenberg gehauen, welche 13 Stufen bilden. Dasselbe ist mit einer steinernen Mauer, an der Ruhebänke sich befinden und die in der Mitte das Denkmal mit dem in dessen Piedestal entspringenden Fürstenbrunnen einfaßt, umgeben. – Die Kosten dieses Baues betrugen: 509 Thlr. 10 gr. 11 pf.[89] gestorben 1835.[90] Friedrich August der Gerechte, König von Sachsen, geb. d. 23. Decbr. 1750, regierte vom 16. Septbr. 1768 an bis d. 5. Mai 1827, wo er sein Erdenleben vollendete.[91] geb. zu Kindelbrück 1772.
gest. zu Annaberg 1834.
[92] Die Rede ist in Druck erschienen, betitelt: Rede zur Einweihung des am Fürstenberge bei Grünhain errichteten patriot. Denkmales, gehalten am 8. Juli 1822. Annaberg bei Ed. Hasper. 8.[93] der jetzige Kammerrath Reiche-Eisenstuck auf Schönfeld.[94] Dieser hatte sich schon früher für das Denkmal interessirt und bereits am 28. März 1836 nach erfolgtem Einverständniß mit dem Justizamte zu Grünhain dort eine Verbotstafel aufrichten lassen, allein leider! die Erfahrung machen müssen, daß auch eine solche Warnung den Verunstaltungen nicht Einhalt zu thun vermochte.[95]
100
Thlr.
von Sr. Majestät dem
Könige
und Ihro Majestät der
Königin
.