[173] Es sei besonders verwiesen auf Mahan I, Clowes Band III, Chevalier II. Von diesen behandelt der erste besonders den Durchbruch Rodneys, der zweite die Kritik Hoods über Rodneys fehlerhaftes Verhalten nach dem Durchbruch, der dritte die Führung der französischen Flotte und das deswegen abgehaltene Kriegsgericht über de Grasse und die von diesem angeschuldigten Offiziere.

[174] Die kleine französische Flottille, die zur Hudsonbucht gesandt war, plünderte unter Kapitän La Pérouse, dem später verschollenen Entdecker, einige englische Pelzhandelsniederlassungen.

[175] Im Anschluß an Seite 182 ff. Wie dort und aus den gleichen Gründen (Seite 182, Anmerkung) sind die Ereignisse am Lande nur gekürzt gegeben. Näheres vgl. Zimmermann, Band II, Seite 429 ff.

[176] Sir Edward Hughes, 1748 Kapitän, 1778 Kontre-, 1780 Vizeadmiral, 1793 Admiral der blauen Flagge, gestorben 1794, war ein tüchtiger Seemann von großer Tapferkeit und Hartnäckigkeit, der aber an weiterem militärischen Blick und taktischem Geschick seinem späteren Gegner in Indien, Suffren, nicht gewachsen war, wie sich noch zeigen wird.

[177] Die Ereignisse in Indien sind in unseren Hauptquellen: Lacour II, Chevalier II, Mahan I, mit großer Sorgfalt behandelt. Lacour bringt viele Auszüge aus Briefen und Berichten Suffrens, Chevalier beschreibt die Schlachten sehr genau und Mahan gibt eingehende Kritiken in taktischer wie strategischer Hinsicht. Wir haben versucht, bei möglichster Kürze allen gerecht zu werden.

[178] Suffren de Saint Tropez, Pierre Andrée, Chevalier (später Bailli) de, war am 17. Juli 1729 auf dem Schlosse St. Cannat bei Marseille geboren, trat 1743 in die Marine ein, ward Leutnant 1756, Kapitän 1772, Chef d'Escadre 1782, Lieutenant-Général 1783, Vizeadmiral (in einer für ihn geschaffenen vierten Stelle) 1784, er starb am 8. Dezember 1788; sein plötzlicher Tod kam nicht unerwartet, da er zum Schlagfluß neigte, doch tauchte später das Gerücht auf, er sei in einem Duell gefallen, das durch seine Tätigkeit in Indien veranlaßt sei. Er erhielt seine Feuertaufe bei Toulon 1744 und nahm an der Schlacht bei Finisterre teil, im nächsten Kriege an denen bei Minorka und Lagos. Als Malteserritter ging er in Friedenszeiten zeitweise zum Dienste nach Malta und machte hier Züge gegen die Barbaresken mit. In unserem Kriege fanden wir ihn 1778/79 als hervorragenden Offizier unter d'Estaing in Westindien und Nordamerika. Seinen höchsten Ruhm gewann er jetzt in Indien. Seine Taten dort beschreiben Roux sowie Troublet (vgl. Quellenverzeichnis).

[179] Suffren suchte aber doch in seinem Berichte wegen des Bruches der Neutralität sich zu rechtfertigen. Er schrieb, man könne den Ankerplatz keinen Hafen, nicht einmal eine Bucht nennen, es sei ein offener Meeresstrand. Er führte auch die Fälle auf, in denen die Engländer früher ähnlich gehandelt hätten. Diese Entschuldigung war nicht nötig, denn trotz der Verwicklungen, die mit Portugal entstanden, war die Regierung über den Erfolg so erfreut, daß Suffren zum Chef d'Escadre ernannt wurde, doch erhielt er die Nachricht erst nach fast einem Jahre.

[180] Dieselbe Ursache, die Gefahr des Abschneidens von Schiffen, zwang am gleichen Tage de Grasse zur Annahme der verhängnisvollen Schlacht bei Dominica.

[181] Chevalier (II, Seite 409) gibt die Verluste der einzelnen französischen wie englischen Schiffe an; Troude (Band II, Seite 179) schildert kurz die Beteiligung der verschiedenen französischen Schiffe am Kampfe. Beide Autoren behandeln die späteren Schlachten Suffrens in gleicher Weise.

[182] Suffren führte ferner an: der Ankerplatz der Engländer zwischen den Bänken sei für einen Angriff zu gefährlich gewesen, drei französische Schiffe hätten bereits beim Ankern am 12. April Korallenriffe berührt; es sei nur noch für ein Gefecht Munition vorhanden gewesen; es habe ihm an Mannschaften sowie an Reserverundhölzern gemangelt, wofür er Abhilfe in Batticaloa erwartete. Über seine Kommandanten berichtete Suffren, daß er nichts leisten könne, wenn nicht 5 oder 6 abgelöst würden.