„Ich komme ein bischen spät! Nichts zu machen! Sechs Stunden Aufsichtsratssitzung... Neue Straßenbahnen in Argentinien. Schweinerei in China mit den Engländern...“
„Hugo!“
„Ach was! Im Geschäft nehm’ ich kein Blatt vor den Mund! Da heißt’s nur überall: raus mit den Engländern! In allem Frieden und Freundschaft natürlich. Dafür lebt man im zwanzigsten Jahrhundert!“
„Hörst Du, Inge, Du Hans Huckebein: Frieden und Freundschaft!“
„Was hat denn die Inge?“
„Sie haben ihr scheint’s in Wiesbaden was von Krieg in den Kopf gesetzt!“
„Schwager ... was hältst Du davon? Du bist doch so gescheit: Giebt’s Krieg?“
„Es kann nicht erst Krieg geben!“ sagte Dr. Martius lächelnd. „Weil der Krieg schon da ist! Auf der ganzen Erde!“
„Krieg?“
„Ja! Du, Frau — schau doch, daß wir bald was zu essen bekommen! Ich hab’ einen Mordshunger!... Krieg, Inge, wird der Mensch immer führen. So ist er nun mal! Das tut er auch jetzt! Nur mit anderen Mitteln!“