„Das verstehe ich nicht!“

„Früher schlug man sich die Schädel ein. Jetzt nimmt man der City die spanischen Hafenbauten vor der Nase weg, wie wir neulich! Krieg führt man heutzutage mit dem Kopf, mit dem Reißbrett, mit dem großen Portemonnaie, mit der chemischen Retorte. Unsere Marschälle heißen Krupp und Ballin. Es sind wirtschaftliche Feldzüge!“

„Keine anderen mehr?“

„Nein. Denn im Kampf ums Dasein kommt es nicht mehr auf den dicken Biceps an! Mein Hausknecht ist auch stärker als ich. Das Recht des Stärkeren liegt heutzutage auf geistigem Gebiet. Sonst müßte man ja am Fortschritt der Menschheit verzweifeln.“

„Du hast eben auch nie gedient, Schwager!“

„Dafür bin ich ein Vertrauensmann des Volks! Das Volk will nur den Frieden!“

„Wir gewiß! Aber die Andern?“

„Alle, Inge! Die Menschen sind nicht so verschieden! Sie verlangen in ihrer Mehrzahl gar nicht so große Sachen vom Leben. Wenn sie ihr Haus und ihre Familie und ihr täglich Brot haben, hängen sie viel zu sehr daran, als daß sie’s auf’s Spiel setzten.“

„Warum redet dann überhaupt noch Jemand vom Krieg?“