„... nachdem wir den Deutschen glücklich Zeit gelassen haben, den Kanal um das Doppelte zu vergrößern. Nun sind sie fertig! Oh — es ist schimpflich!“

Die alten Jungfern kicherten wieder.

„Die Deutschen ... oh, Mr. Bowle ... mit denen hat es nichts auf sich. Da war am Rhein ein grober Eisenbahnbeamter...“

Der alte Seebär schnitt ihnen gegen britische Höflichkeit das Wort ab. Er stand steifbeinig auf.

„Meine Familie war immer auf dem Wasser. Wir haben schon auf der Doggerbank mitgekämpft und zuletzt bei Sebastopol. Da ist keine Flotte eines Landes, die wir nicht mitgeholfen hätten zu versenken. Wir hielten die Meere rein. Aber als ich neulich einmal wieder um die Erde fuhr, sah ich mehr fremde Flaggen als den Union Jack. Und vor allem das Eiserne Kreuz in vielen vielen Flaggen! Wir haben das Alles wachsen lassen und inzwischen Jagden geritten... Ich habe fünfundfünfzig Jahre gedient und nur einmal auf den Feind geschossen. Und da schossen wir in Alexandrien unsere eigenen Häuser entzwei. Aber bald werden desto rauhere Zeiten kommen. Nun — good bye!“

Da war wieder der Krieg. Fern an Marble Arch blinkten rote Fähnchen. Dort hielten Anarchisten ein Meeting. Weiter drüben predigte ein Oberst der Heilsarmee vom Stuhl herab zur Menge. Längs von Park Lane zog eine Schar von Suffragetten mit ihren regenbogenfarbenen Bannern. Das störte hier Niemand. Aber da drüben — über der Nordsee — diese kommende dumpfe Notwendigkeit, die man hier immer wieder zugleich mit der linden Mailuft einatmete...

„Well — Du bist so schweigsam, Hannah?“ sagte Professor Higgins.

„Ich habe Angst!“

„Wovor?“