„Laßt uns nicht im Stich! Sonst sind wir verloren!“
Der Serbengeneral Bratschinatz sagte es. Der alte Fuchs drehte, trotz der Hitze in einen verschlissenen grauen Feldmantel gewickelt, unruhig den weißen Spitzbart unter dem verschlagenen Gesicht. Ein langes Ordensband zog sich über seine Brust. Er kannte die Ungewißheit des Kriegs wie nur je ein Landsknechthauptmann. Nicolai Schjelting, der nie gedient hatte, musterte ihn mit einem hochfahrenden Lächeln.
„Belieben Sie sich zu entsinnen? Wie hieß zur Osmanenzeit die Stadt, in der wir slawischen Brüder hier beisammen sitzen? Dar el Dschihad!... Das Thor des Kriegs!“
„Es lebe der Krieg!“
„Mehr als einmal schon wurde der Krieg von hier über die Save getragen! Bis unter die Wälle von Wien!“
„Morgen bis in den Stephansdom hinein!“
„Nach Budapest!“
„Und an die Adria!“
„Wir sind bereit!“