Nicolai Schjelting hörte es. Vor ihm flackerte wieder die Börsendepesche: „Mars“! Der erste Sturmvogel. Nun kamen sie von allen Seiten. Es legte sich ihm in einem roten Siegesrauschen vor die Augen, der Boden hob sich unter ihm, trug ihn zu einem ungläubigen Jubel empor: der Krieg! Der Krieg kommt!... Mein Krieg...

„Kommen Sie mit, zur Botschaft!“ Der Knjäs Tschewadse nahm ihn unter den Arm. Schjelting widerstrebte:

„Noch habe ich diesem Deutschen nicht geantwortet!“

„Nicht dazu ist die Zeit! Er sprach von Serbien. Rußland nannte er nicht!“

„Aber das große Rußland steht hinter Serbien!“

Nicolai Schjelting sagte es so laut, daß man es im ganzen Raum hören mußte. So! Nun konnte er gehen. Da eilte der Vicomte de la Motte herein, ein französischer Attaché.

„Wissen Sie schon?“

„Nein! Was?“

„Hier! Das Ultimatum Österreichs an Serbien! Es ist kein Geheimnis mehr! Wahrscheinlich sind jetzt schon in Wien die Extrablätter!“