„Ich wußte es schon seit heute Nachmittag!“ sagte Isebrink drüben zu dem Argentinier. „Sonst hätte ich nicht so auf gut deutsch meine Meinung ausgesprochen. Aber jetzt geht’s in Einem!“

Nicolai Schjelting hatte mit heißen Augen die Depesche überflogen. Er ballte die Faust. Er war bleich geworden.

„Nie wird Rußland das zugeben!“ sprach er beinahe feierlich.

„Und Österreich steht vielleicht allein!“

Irgend Jemand hatte es hämisch gemurmelt. Paul Isebrink trat in die Mitte.

„Neben Österreich steht Deutschland. Wie damals — Wer in Europa Lust hat — bitte!... Nun, Herr von Schjelting: Sie lächeln?“

„Ich freue mich, das von Ihnen zu hören! Es eröffnet mir den Ausblick auf die Stunde der großen Abrechnung, die die slawische Seele ersehnt!“

„... und vor dem Ernst des Augenblicks verschwinden diese kleinen persönlichen Differenzen!“ versetzte vermittelnd der Argentinier mit einem Blick auf den Hauptmann Isebrink. Der ließ sich schon, freundschaftlich neben Mahmud Kiazim Bey stehend, von dem Diener Hut und Handschuhe reichen.

„Ich hab’ jetzt wirklich Wichtigeres zu tun!“ sagte er. „Meine Herren: jetzt kommt das große Reinemachen! Weiß Gott: Es tat Not!“