„Ich spiele noch mit ganz anderen Leuten!“ sagte Nicolai Schjelting schroff, setzte sich und drehte sich gleichmütig eine Zigarette. „Mit Ihnen ist es kein Kunststück. Denn Sie waren unvorsichtig, viel zu unvorsichtig...“

„Sind Sie nur erschienen, um mir das zu sagen?“

„Da Sie es offenbar hören wollten — ja!“

„Und Sie wagen es, den Sittenrichter zu spielen — Sie?“

„Nicht wahr — es ist gegen meine Art? Ich war immer gegen Sie zu nachsichtig!“

„Gegen sich! Oh ja — ich gestehe es! Wann waren Sie denn zuletzt in Wiesbaden?“

„Wiesbaden?“ sagte Nicolai Schjelting mit einem kühlen und überlegenen Lächeln. „Wie kommen Sie gerade auf Wiesbaden, meine Teure?“

„Wir unterhielten uns schon einmal über diesen Gegenstand! Glauben Sie, daß ein solcher Badeort nicht tausend Augen und Ohren hat? Inzwischen habe ich Näheres erfahren. Die Beauforts erzählten es mir. Sie hörten es von Holländern, den de Vries van Aaken, die dort ständig wohnen!“

„Die Welt ist klein!“

„Sie lächeln? Nun: Sie haben ja allen Grund! Ich beglückwünsche Sie zu Ihren Erfolgen...“